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CC2-Audio 446: Produktionsstätten schneller in Betrieb nehmen

I-Ramp³
Im Projekte I-RAMP³ werden Produktionsmaschinen so vernetzt, dass die Inbetriebnahme einer Werkhalle zügiger erfolgt. (Foto: i-ramp3.eu)

Ermöglicht durch den enormen und schnellen Fortschritt der Informationstechnologie, orientiert sich nun auch die Industrie neu; die Produktion der Zukunft wird neu definiert und steht im Zeichen intelligenter, flexibler und vernetzter Produktionsstätten (Industrie 4.0, Smart Factories). Das Projekt I-RAMP³ hat sich zum Ziel gesetzt, die Anlaufphasen von Produktionsstätten, sogenannten „ramp-up“-Phasen, zu optimieren und zu verkürzen. Hierzu entwickelt die Harms&Wende GmbH, der Projektkoordinator, gemeinsam mit den Partnern ein neues Konzept, das sich nahtlos auch in bestehende Produktionssysteme einbetten lässt. Teil des Konzepts ist die Einführung sogenannter NETDEVs (Network Enabled Devices). NETDEVs sind Geräte, die in einem Netzwerk miteinander verbunden sind, um so direkt über ihre Verfügbarkeit und Fähigkeiten kommunizieren zu können. So können zeitaufwändige Konfigurationen während der Installation oder nach Adaption einer Produktionszelle drastisch reduziert und Abläufe optimiert werden. Letztlich sollen dadurch Qualität und Flexibilität gesteigert und Kosteneinsparungen durch die erhöhte Effizienz erreicht werden. Die Hersteller von Maschinen und Maschinenkomponenten erhoffen sich so einen Wettbewerbsvorteil.

 

Ein weiteres Merkmal des I-Ramp3 Ansatzes ist die Modularität. Die verschieden NETDEVs haben das Potenzial als Bausteine in sehr heterogenen Produktionsnetzwerken eingesetzt zu werden. Da sie leicht anpassbar sind

und   in der Lage sind, sich selbst zu konfigurieren (Plug&Produce),

eröffnen sich Möglichkeiten zum modularen Upgrade von existierenden Maschinen. Bestehende Anlagen und Maschinen können so leistungsfähiger, intelligenter und effizienter gemacht werden.

 

Erstmalig wurden im Mai die entwickelten NETDEV-Prototypen sowie die unterstützenden Softwarekomponenten vorgestellt. Im weiteren Projektverlauf sollen die Prototypen in drei verschiedenen Demonstratoren kombiniert und präsentiert werden. Der technische Berater und Vertreter der Europäischen Kommission war ebenfalls anwesend, um den Projektverlauf zu prüfen. Dessen Bewertung des Projekts ist sehr positiv ausgefallen. Das Konsortium, das an dem I-RAMP³ Projekt arbeitet setzt sich zusammenaus Harms&Wende GmbH, Fraunhofer IPA, Hochschule Karlsruhe, Steinbeis-Europa-Zentrum, IEF-Werner sowie Partner aus Frankreich, Griechenland, den Niederlanden, Portugal und Ungarn zusammen.

 

Weitere Informationen unter:

http://www.i-ramp3.eu

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