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Redaktion: Heinz Schmitz


Neuer 10G TSN‑Endpoint für Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Netze

Der 10G TSN-Endpoint für anspruchsvolle Anwendungen bei denen höchste Bandbreiten, präzise Zeitsynchronisation und exakte und zuverlässige Datenübertragung entscheidend sind. (Quelle: Symbolbild/Fraunhofer IPMS)

Der 10G TSN-Endpoint für anspruchsvolle Anwendungen bei denen höchste Bandbreiten, präzise Zeitsynchronisation und exakte und zuverlässige Datenübertragung entscheidend sind. (Quelle: Symbolbild/Fraunhofer IPMS)

 

Der neue 10G TSN-Endpoint (EP) erweitert das Portfolio an Time-Sensitive- Networking (TSN) IP-Cores des Fraunhofer IPMS. Er adressiert anspruchsvolle Anwendungen bei denen höchste Bandbreiten, präzise Zeitsynchronisation und zeitlich exakt planbare, zuverlässige Datenübertragung entscheidend sind. Gegenüber den bisherigen 1G TSN IP- Cores ermöglicht der neue 10G TSN-EP IP-Core eine Verzehnfachung des Datendurchsatzes bis zu 10 Gbit/s bei durchgängig deterministischem Verhalten über das gesamte Netzwerk hinweg. Damit unterstützt er die Entwicklung von Echtzeit-Ethernet-Netzwerken der nächsten Generation.

 

Präzise Zeitsynchronisation im Nanosekundenbereich

Technisch setzt der neue 10G TSN-EP IP‑Core auf eine robuste, hardwarebeschleunigte Umsetzung der Zeitsynchronisation nach IEEE 802.1AS‑2020 (gPTP). Dadurch erreicht er Synchronisationsgenauigkeiten von unter 10 Nanosekunden in Ethernet-Netzwerken und gewährleistet stabile Zeitbasen auch bei sehr hohen Datenraten. Unterstützt werden zentrale TSN‑Standards wie IEEE 802.1Qav für Audio/Video‑Traffic‑Shaping, IEEE 802.1Qbv für zeitgesteuertes Scheduling, IEEE 802.1Qci für Per‑Stream‑Policing sowie IEEE 802.1CB (FRER) für redundante, fehlertolerante Übertragungen.

 

Einfache Integration und kurze Time-to-Market

Für eine schnelle Implementierung stellt das Fraunhofer IPMS leistungsstarke Linux-Treiberpakete und Referenzimplementationen bereit. Letztere decken sowohl native XGMII-Schnittstellen auch gängige 10G- Interfaces wie 10G-BASE R / SFI / XFI ab, beispielsweise auf AMD Xilinx FPGAs. Der 10G TSN-EP IP-Core ist für eine Vielzahl bewährter FPGA‑ und ASIC‑Zielplattformen ausgelegt und erleichtert so die schnelle Integration in kundenspezifische Designs.

 

Breites Anwendungsspektrum

In modernen In‑Vehicle‑Netzwerken dient der 10G TSN-EP IP-Core als deterministischer Backbone für Domains wie ADAS, Infotainment und Zentralrechner. In der Sensorik ermöglicht er verlust- und jitterarme Datenpfade für Video, RADAR und LIDAR-Daten – auch bei simultanem Multistream‑Betrieb. In der Industrieautomation unterstützt er skalierbare, echtzeitfähige Netzwerke für synchronisierte Antriebe, Robotik und Bildverarbeitungslinien. Planbare Latenzbudgets über das gesamte Netzwerk hinweg steigern die Zuverlässigkeit und Effizienz komplexer Produktionsanlagen.

 

Auftakt für eine neue Generation von High-Speed-TSN-IP-Cores

»Mit unserem neuen 10G TSN‑Endpunkt erweitern wir unser Portfolio an TSN IP‑Cores um eine wichtige Ausbaustufe und legen zugleich den Grundstein für eine Reihe von High‑Speed‑TSN IP-Cores«, sagt Alexander Noack, Bereichsleiter Data Communication & Computing (DCC) am Fraunhofer IPMS in Dresden. »Damit treiben wir die Entwicklung einer neuen Generation von IP- Cores für echtzeitfähige Hochgeschwindigkeits‑Ethernet‑Netzwerke voran, in denen exakte Zeitsynchronisation entscheidend ist – von Automotive über Industrie bis hin zu Raumfahrt und Verteidigung.«

 

Im Rahmen des Förderprojekts CeCas arbeitet das Fraunhofer IPMS derzeit an der Entwicklung einer Supercomputing Plattform für hochautomatisierte Automobile, bei der 25G TSN-Lösungen getestet werden. Ergänzend zum neuen 10G TSN-EP IP-Core befinden sich bereits ein 10G TSN-Switched‑Endpoint sowie ein 10G TSN-Switch in der Umsetzung und werden im Laufe des Jahres verfügbar sein.

 

Siehe auch:

https://www.ipms.fraunhofer.de/

 

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