Nachrichten, Gerüchte, Meldungen und Berichte aus der IT-Szene

Redaktion: Heinz Schmitz


Fahrerloser Rennwagen

Das FaSTDa-Rennteam der Hochschule Darmstadt mit seinem neuen und ersten autonomen Elektro-Rennwagen. (Quelle: h_da/Jo Henker)

Das FaSTDa-Rennteam der Hochschule Darmstadt mit seinem neuen und ersten autonomen Elektro-Rennwagen. (Quelle: h_da/Jo Henker)

 

Das studentische Rennteam der Hochschule Darmstadt (h_da) entwickelt aktuell ein autonomes System für seinen neuen Elektro-Boliden „F26“. Beim Formula Student-Rennen im Sommer in Tschechien möchte das „FaSTDa“-Team erstmals mit seinem Wagen bei einem Driverless-Rennen antreten. Ihr neuestes Fahrzeug haben die Studierenden jetzt beim offiziellen Roll-out auf dem Campus der h_da zum ersten Mal öffentlich vorgestellt.

 

Die Leichtbauweise ist in der Formula Student von Vorteil – auch beim Menschen. Zumindest haben jene eher leichten und eher kleinen Personen die besseren Karten, wenn es darum geht, wer aus dem studentischen Team die Elektroflitzer fahren darf. Heiß begehrt sind diese Plätze – die künftig allerdings auch mal leer bleiben. Denn mit dem „F26“ läutet das FaSTDa- Team der h_da die Ära des autonomen Fahrens ein. Beim Formula Student- Rennen Mitte Juli in Tschechien soll erstmals das eigenentwickelte fahrerlose System der h_da-Studierenden in den sportlichen Wettbewerb gehen.

 

Hierfür muss das interdisziplinäre Team seinen Wagen komplett neu denken. Denn nicht mehr die Fahrenden lenken den Wagen, sondern ein ausgeklügeltes autonomes System, das in Lenkung, Bremse und Motor eingreifen kann.

Deutlich mehr elektrische und mechanische Bauteile sind hierfür nötig sowie Know-how aus unterschiedlichsten Fachgebieten. Daher besteht das FaSTDa-Team längst nicht mehr nur aus Studierenden der Studiengänge Maschinenbau oder Automobilentwicklung, sondern auch aus Studiengängen wie Informatik, Elektrotechnik sowie Optotechnik und Bildverarbeitung.

 

Insgesamt drei Formula Student-Rennen plant das h_da Team in dieser Saison: neben Tschechien im Juli geht es Ende August mit dem autonomen System nach Frankreich, Anfang September nach Italien, dann mit Fahrenden im Cockpit. Im vergangenen Jahr konnten die Studierenden beim Rennen in Lyon einen Erfolg einfahren: in der Disziplin „Skid Pad“, hier wird eine liegende Acht gefahren, wurde das h_da-Team in der Gesamtwertung Zweiter. Teilgenommen hatten mehr als 40 internationale Teams. “Obwohl die Umstellung auf den Elektroantrieb noch gar nicht lange zurückliegt, hat sich das Team mit “driverless” gleich die nächste herausfordernde Aufgabe vorgenommen. Das zeigt einmal mehr, mit welch großartiger Motivation und welch riesigem Engagement die Studierenden das Projekt leben“, sagt Prof. Dr. Florian van de Loo, der als Faculty Advisor das studentische Team begleitet.

 

Das FaSTDa-Team der h_da besteht aktuell aus gut 40 Studierenden aus 16 Studiengängen der h_da. Einige von ihnen bringen einschlägige Vorerfahrungen aus technischen Berufen oder dem semi-professionellen Rennsport in die Arbeit ein. Betreut und beraten wird das Team von Prof. Dr. Florian van de Loo und weiteren Kollegen aus den Fachbereichen Maschinenbau und Kunststofftechnik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik. Das Rennwagen-Projekt wird von einer Reihe von Unternehmen gesponsert.

 

Siehe auch:

https://fastda-racing.de

https://h-da.de/

 

Zurück